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Neue Reliefs am Stadtgottesacker Halle

Dieser architekturgeschichtlich wichtigen Anlage aus der Renaissance fügten wir unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Belange behutsam Neues hinzu. Bei den Arbeiten am Stadtgottesacker in Halle/Saale handelt es sich daher nicht um Restaurierung, sondern um Neuschöpfungen am Denkmal.

Im Mai 2007 erhielt ich für die neuen Reliefs an den Bögen 2 und 3 den Peter-Parler-Preis der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des Bundesinnungsverbands des Steinmetz-, Stein- und Holzbildhauerhandwerks.

Zwischen 1996 und 2020 entstanden im Auftrag der „Bauhütte Stadtgottesacker e.V.“ insgesamt 27 neue Bögen mit zeitgenössischen Reliefs. Zusammen mit meinen Kollegen Maya Graber und Martin Roedel schufen wir diese weitestgehend vor Ort.

Marcus Golter 2026

Im historischen Kontext von Halles ältester Friedhofsanlage spricht hier ganz offensichtlich ein Künstler mit einer modernen Sprache über Probleme von heute, nämlich die Fragen der Grenzen des Lebens und der Auswirkungen des menschlichen Gestaltungswillens am Beginn des 21. Jahrhunderts."

Dr. Joachim Penzel, „Ein Requiem in Stein – Die Neugestaltung des Halleschen Gottesackers durch Gegenwartskünstler“, Mitteldeutscher Verlag 2017